Bei der Filamentwicklung werden harzgetränkte Fasern oder Faserstränge (Rovings) aus Glas, Aramid oder Karbon in zuvor festgelegten Mustern auf einen rotierenden Dorn gewickelt. Dieses Verfahren bietet die bestmögliche Kontrolle bezüglich Faserplatzierung und Gleichmäßigkeit der Struktur. Bei der Nasswicklung nimmt die Faser niedrigviskoses Harz auf, indem sie entweder ein Becken durchläuft oder durch ein System geführt wird, bei dem sie eine genau abgemessene Menge aufnimmt. Bei der Trockenwicklung erfolgt die Verstärkung durch die vorgetränkte Form. Wenn alle Lagen aufgewickelt sind, wird das Teil getrocknet und anschließend vom Dorn getrennt. Die Filamentwicklung wurde ursprünglich zur Herstellung von Druckbehältern, Raketenmotorgehäusen, Tanks, Leitungssystemen, Golfschlägerschäften und Angelruten genutzt. Seitdem hat sich die Technologie ausgebreitet; die Produktion von nicht zylindrischen und nicht runden Verbundteilen ist inzwischen an der Tagesordnung. Die üblicherweise für filamentgewickelte Teile genutzten duroplastischen Harze sind Polyester-, Vinylester-, Epoxid- und Phenolharze. Auf Wikipedia erfahren Sie mehr.